Die verschiedenen Malze beim Bierbrauen

by Brauheld
Verschiedene Malze beim Bier brauen

Zumeist kommen mehrere verschiede Malzsorten in das Bier. Die Zugabe von Malz nennt sich auch die Schüttung. Je nach Biersorte kommen hier natürlich verschiedene Malze zum Einsatz. Sogenannte Basismalze haben meist den größten Anteil an einer Schüttung und werden ergänzt durch Spezialmalze, Karamellmalze, Röst- und Rauchmalze sowie Weizenmalze. Wir haben euch einige der gängigsten Malze aufgelistet.

Basismalze:

Helles Pilsener Malz: Wird wie der Name schon sagt, für das Brauen von sehr hellen Bieren verwendet. Dieses Malz bewegt sich in einem Farbbereich von nur etwa 2 – 2,5 EBC. Also wirklich sehr hell!

Pilsenser Malz: Das Pilsener Malz wird ebenfalls zum Herstellen von hellen Bieren verwendet. Pils, Lager etc. Auch kommt es vor, dass dieses Malz 100 % der Schüttung ausmacht. Dies ist jedoch wirklich selten. Das Pilsener Malz spielt im Farbraum zwischen 2,5 und 4 EBC. Hauptsächlich wird das Malz aus zweireihiger Sommergerste gewonnen.

Pale Ale Malz: Dieses überwiegend für Ale, Porter und Stout verwendete Malz ist im Bereich von 5 – 8 EBC angesiedelt und sorgt für einen bernsteinfarbenen Grundton.

Wiener Malz: Ein sehr bekanntes Malz, das seine Anwendung bei bernsteinfarbenen Lagerbieren wie etwa einem Export oder Märzen findet. Wir bewegen uns hier in einem EBC-Bereich von 5,5 – 8,5.

Helles & Dunkles Münchner Malz: Das Münchner Malz wird für dunkle Lager- oder Malzbiere hergenommen. Die beiden Malze umfassen ein Farbspektrum von 12 – 25 EBC.

Spezialmalze

Mela­noi­din­malz: Ein relativ dunkles Malz (EBC 60 – 85), das bekannt dafür ist, vollmundige Biere mit Noten von Biskuit und Honig zu erzeugen. Dieses Malz wird bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit gedarrt und
ist reich an Mail­lard­pro­duk­te.

Sauermalz: Das mit Milchsäure angereicherte Malz ist nun wirklich ein sehr spezieller Kandidat. Es wird häufig zur Korrektur des pH-Wertes in der Würze verwendet. Außerdem nimmt man es gerne her um helle Biere weiter aufzuhellen und Maische zu säuern.

Spitz­malz: Der unangefochtene König wenn es um Schaumstabilität geht.
Durch eine sehr kurze Kei­mung ist das Malz sehr reich an mittel‐ und lang­ket­ti­gen Ami­no­säu­ren. Diese haben wiederum einen positiven Einfluss auf die Schaumstabilität.

Weizenmalze

Bei Weizenmalzen wird zwischen hellem und dunklem Weizenmalz unterschieden. Das helle ist wohl das am häufigsten verwendete Malz. Und findet, wie könnte es auch anders sein – seinen Einsatz hauptsächlich im Weißbier, Weizen, Weizenbier oder wie auch immer ihr das vorzügliche Getränk nennen wollt. Beide Malze erzeugen typische Weizenaroma und sind verantwortlich für schlankes, spritziges Bier.

Dieser Artikel wird in Kürze aktualisiert! Zum Basisartikel “Wie unterscheidet sich Gerste und Malz?” geht es hier.

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